Font de la Coveta (Nacimiento del Vinalopó)
Zwischen Pappelhainen am Hang der Serra de Mariola liegt die offizielle Quelle des Vinalopó. Auf 790 Metern Höhe tritt das Wasser ganzjährig kalt, klar und gleichmäßig aus dem Fels, nachdem es sich durch geschütztes jurassisches Kalkgestein gefiltert hat.
Kurz gesagt: Die Font de la Coveta ist die Quelle des Vinalopó auf 790 Metern in der Serra de Mariola, zwischen Banyeres de Mariola und Biar gelegen. Ein kaltes, ganzjährig fließendes Wasser, ein steinernes Becken, Pappeln ringsum, kostenlos und ohne jede Infrastruktur — ideal für eine kühle 30-minütige Pause oder als Startpunkt einer Wanderung.
Warum kennt diesen Ort kaum jemand?
Alicantinische Flüsse genießen keinen Ruf; wer an den Vinalopó denkt, hat sein trockenes Bett bei Elche und Novelda vor Augen, keine Bergquelle. Dabei liegt die Coveta am nördlichen Rand der Provinz, weit außerhalb des touristischen Dreiecks Alicante–Benidorm–Jávea, und selbst der Naturpark Serra de Mariola wirbt lieber mit Font Roja und Alcoi als mit Flussquellen. Geheim ist sie trotzdem nicht. Sie steht im offiziellen Katalog der staatlichen Wasserreserven (MITECO), und im Internet kursieren längst Routenbeschreibungen und Bewertungen — nur eben zu ungleich weniger Publikum als bei den Fonts de l'Algar. Genau dieser geringere Andrang bewahrt sie: keine Bar, kein großer Parkplatz, am Ende nur eine Forstpiste, sodass wirklich nur ankommt, wer gezielt mit Karte sucht — und genau das hält das Wasser klar und die Umgebung frei von Zigarettenstummeln.
Was die Font de la Coveta wirklich ist. Hier entspringt, kartografisch verzeichnet, der Vinalopó — mit 81,2 Kilometern bis zu seiner Mündung bei Santa Pola der längste Fluss der Provinz Alicante. Eine Karstquelle bringt das Grundwasser der Serra de Mariola auf 790 Metern Höhe ans Licht, nachdem es sich durch oberjurassische Kalke gefiltert hat. Gefasst ist die Stelle in einem kleinen runden Steinbecken mit Auslauf und der kleinen Höhle, die dem Ort seinen Namen gibt, umgeben von Pappeln und Eschen, die selbst im August ein feuchtes Mikroklima bewahren. Eine Thermalquelle oder ein Natur-Freibad ist das nicht, sondern eine historische, geschützte Wasserfassung im Naturpark Serra de Mariola: Das Wasser bleibt ganzjährig bei rund 14 Grad, seine Schüttung hängt vom Niederschlag des vorangegangenen Halbjahrs ab, und gegen Sommerende ist der Rückgang deutlich sichtbar.
Wie zeigt sich die Quelle in den Jahreszeiten?
Im Frühling schießt das Wasser nach Regen kräftig aus dem Auslauf, das Becken läuft über in den beginnenden Vinalopó-Bach, der zwischen Binsen schon Wasser führt. Im Sommer wird daraus ein dünnes Rinnsal — versiegt in normalen Jahren aber nie —, und bei 30 Grad Lufttemperatur ist es eine Wohltat, die Hände hineinzuhalten. Der Herbst färbt die Pappeln golden und bedeckt den Boden mit Laub, im Winter kann das Becken in Nächten mit -5 Grad zufrieren, wie sie für Biar und Villena typisch sind — beide Orte liegen zwischen 500 und 700 Metern Höhe. Konstant rund 14 Grad hat das Wasser, weil es aus tiefem Grundwasser stammt, und seine Qualität ist dank Karstfilterung hoch, auch wenn es nicht als Trinkwasser in Flaschen geprüft ist. Laut der Confederación Hidrográfica del Júcar (CHJ, Jahrbuch 2022) legt der Vinalopó 81,2 km zurück, mit einer mittleren Schüttung von nur 0,5 m³/s an seinem Ursprung — und genau das macht dieses erste Rinnsal hydrologisch so wertvoll.
Trinken und baden erlaubt?
Ungeklärt zu trinken ist nicht ratsam, auch wenn viele Besucher beim Anblick des glasklaren Wassers ihre Flaschen füllen — der Park zertifiziert keine Trinkwasserqualität, und der Auslauf wird nicht täglich kontrolliert. Baden fällt ebenso aus: Das Becken misst nur 4 Meter im Durchmesser und 60 Zentimeter in der Tiefe, gilt als historische Wasserfassung, und jeder Tritt trübt das sichtbar durchziehende Grundwasser. Der eigentliche Reiz liegt woanders — das Gesicht kühlen, dem Tropfen in der Höhle lauschen, das Moos fotografieren und weitergehen. Wer Badebecken sucht, ist bei den Fonts de l'Algar oder am Stausee von Guadalest besser aufgehoben, wer dagegen eine stille Quelle sucht, an der ein Fluss buchstäblich unter den eigenen Füßen entspringt, ist hier richtig — dann reicht es, eine leere Feldflasche mitzubringen, sie mit Bedacht zu füllen und nicht ins steinerne Becken zu steigen.
Wie kommt man hin, ohne sich zu verfahren?
Von Biar aus führt die CV-804 nach Banyeres de Mariola; von dort weisen Schilder zum Pantanet, dem Ausgangspunkt des Quellwegs. Wer von Alcoi kommt, nimmt die CV-795 bis zum Besucherzentrum des Naturparks im Mas d'Ull de Canals. Die letzte Forstpiste ist für den motorisierten Verkehr Anwohnern und autorisiertem Personal vorbehalten, weshalb das Schlussstück zu Fuß zurückgelegt wird: rund 5,6 Kilometer hin und zurück, 135 Höhenmeter, etwa anderthalb Stunden dem Flusslauf entlang. Bus oder TRAM fahren nicht bis zur Quelle; die nächste Haltestelle liegt in Banyeres, erreichbar mit dem Bus von Alicante über Alcoi. Mit Kindern lässt sich der Ausflug gut mit der Burg von Biar, dem Wallfahrtsort Font Roja oder der Altstadt von Ibi mit ihrem Spielzeugmuseum verbinden.
Mit dem Auto bis Banyeres
- Entfernung: 15,6 km ab Biar über die CV-804
- Untergrund: asphaltierte Straße
- Kosten: kostenlos
Zu Fuß ab Banyeres (hin und zurück)
- Entfernung: 5,6 km dem Vinalopó entlang
- Höhenunterschied: 135 m
- Untergrund: ausgeschilderter Pfad am Fluss
- Kosten: kostenlos
Wann hinfahren, was mitnehmen?
Am schönsten sind später Frühling und früher Herbst, vormittags, wenn das Licht senkrecht durch die Pappeln fällt. Wer Stille sucht, meidet Pilzwochenenden im Herbst, denn dann füllt sich der Park. Bergschuhe, eine Windjacke — auf dem Kamm weht immer Wind —, Wasser zur Reserve und eine Tüte für Müll gehören ins Gepäck, denn weder Mülleimer noch eine zweite Quelle sind vorhanden; im Winter kommen Handschuhe dazu, denn im Schatten friert es. Wer in der Nähe übernachten will, liegt mit Pego zu weit weg — Biar, Confrides oder Guadalest eignen sich besser als Standort im Landesinneren. An der Quelle selbst reicht eine halbe Stunde, doch der Rundweg über die Fábrica de Blanes und den Toll Blau zieht sich auf 2 bis 3 Stunden und lohnt sich für alle, die gern laufen.
Was sich in der Nähe noch lohnt
Die Serra de Mariola füllt problemlos einen ganzen Tag: Steig zur almohadischen Burg von Biar mit ihrem Stampflehmturm hinauf, fahr weiter nach Alcoi zum Refugio de Cervantes und zum Pont de Sant Jordi, oder — schon außerhalb der Provinz — bis Peñíscola im Norden. Näher liegen Sella mit Kletterfelsen und Aussichtspunkten und Xixona mit Burg und Turrón. Im gesamten alicantinischen Hinterland gilt dieselbe Logik: kleine Dörfer, Burgen auf den Hügeln und so knappes Wasser, dass jede einzelne Quelle gefeiert wird.
Tip: Die letzte Piste ist für Fahrzeuge gesperrt — parke am Pantanet und rechne mit 5,6 km hin und zurück zu Fuß.
Häufige Fragen
Kann man das Wasser der Font de la Coveta trinken?
Als Trinkwasser zertifiziert ist es nicht — viele füllen trotzdem Flaschen, weil es glasklar aussieht, doch der Park kontrolliert es nicht täglich. Nimm besser aufbereitetes Wasser mit und nutze die Quelle nur zum Abkühlen.
Wie kommt man zur Font de la Coveta?
Von Biar über die CV-804 bis Banyeres de Mariola. Die letzte Piste ist für Fahrzeuge gesperrt, weshalb der Rest vom Pantanet aus zu Fuß zurückgelegt wird — 5,6 km hin und zurück mit 135 Höhenmetern.
Darf man im Becken baden?
Nein. Es ist nur 4 m breit und 60 cm tief und gilt als geschützte historische Wasserfassung. Steig nicht hinein — kühl dich außen ab und geh weiter.
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