Capilla Ecce Homo
Barockkapelle des 18. Jahrhunderts mit Achteckgrundris, bekrönt von glasierter Ziegelkuppel. Gestaltet vom Franziskanischem Architekt Francisco Cabezas mit orientalischen Einflüssen.
Die Capilla del Ecce Homo ist Pegos eigenwilligstes Sakralbauwerk – ein Achteck mit 12,5 Metern Durchmesser, gekrönt von einer blauen Ziegelkuppel, die 14,5 Meter Höhe erreicht, entworfen vom Franziskanerarchitekten Francisco Cabezas, der auch andere Kirchen der Comunitat Valenciana schuf, etwa die Santa Faz in Alicante, mit einem Baubeginn am 1. November 1759, finanziert aus Spenden der Dorfbewohner selbst.
Geschichte
1776 wurde die Kapelle geweiht, auch wenn sich die Ausbauarbeiten noch einige Jahre hinzogen, und 1850 kam der dreieckige Glockenturm hinzu, der das Ensemble bis heute krönt. Im Inneren wird eine hölzerne Ecce-Homo-Skulptur aus dem 16./17. Jahrhundert verehrt, das Schutzbild Pegos, umgeben von goldfarbener Innendekoration und polychromen Medaillons in der Kuppel mit Szenen christlicher Ikonografie.
Sehenswert
Cabezas wählte einen zentralisierten, von einer Kuppel überwölbten Grundriss mit einem Kranz aus Kapellen, der sich im Obergeschoss zu einer durchlaufenden, von oben belichteten Galerie wandelt – eine für die religiöse Architektur der Region ungewöhnliche Lösung, deren schlichtes Äußeres mit dem dekorativen Reichtum des Innenraums kontrastiert, einem der besten Beispiele für Spätbarock in der Marina Alta.
Sie liegt mitten in der Altstadt von Pego, nur wenige Gehminuten von der Iglesia Arciprestal de la Asunción entfernt, sodass sich beide Gotteshäuser bei ein und demselben Spaziergang besichtigen lassen, ebenso wie der Weg hinauf zum Castell d'Ambra, falls religiöse Architektur mit mittelalterlichem Erbe kombiniert werden soll – und sie ist zugleich ein guter Plan für einen schwülen Tag in der Marjal de Pego-Oliva, wenn sich das Feuchtgebiet mit überdachten Stationen im Dorf abwechseln lässt.
Häufige Fragen
Kann man das Innere besichtigen?
Ja, außerhalb religiöser Feiern ist der Zutritt jedoch kostenpflichtig – wegen des Werts der Innendekoration und der Ecce-Homo-Skulptur.
Warum hat die Kapelle einen achteckigen Grundriss?
Das war eine Entscheidung des Architekten Francisco Cabezas, der einen für die valencianische Sakralarchitektur des 18. Jahrhunderts ungewöhnlichen, zentralisierten Grundriss wählte.
Liegt sie in der Nähe anderer Baudenkmäler von Pego?
Ja, nur wenige Gehminuten von der Iglesia Arciprestal de la Asunción und der Altstadt des Ortes entfernt.
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