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Pego

Was man sehen kann in Pego

Pego liegt in einer von Bergen umschlossenen Senke ganz im Norden der Provinz Alicante, dort, wo die Marina Alta an die Comarca La Safor grenzt. Auf den Ruinen der islamischen Vorgängersiedlung Uixola gegründet, geht der Ort auf das ausgehende 13. Jahrhundert zurück. Kurz zuvor, im Jahr 1244, hatte Jaume I. das Tal erobert – nicht mit Waffengewalt, sondern durch einen Pakt mit dem örtlichen Anführer Al-Azraq.

Geschichte

1262 erhob Infant Pedro Pego zur Baronie. Jahrhunderte später, während des Spanischen Erbfolgekriegs, diente die Stadt den Truppen Felipes V. als militärischer Stützpunkt – ein Verdienst, das ihr den Titel „Muy Noble Villa“ (Sehr edle Stadt) einbrachte. Von dieser wehrhaften Vergangenheit zeugen heute noch der Castell d'Ambra auf den Anhöhen rund um den Ortskern sowie, im Zentrum selbst, die Iglesia Arciprestal de la Asunción und die Capilla Ecce Homo, die das religiöse Erbe des Ortes vervollständigen.

Sehenswertes

Die größte Naturattraktion von Pego ist die Marjal de Pego-Oliva, eine einst offene Meereslagune, die im Laufe der Zeit verlandete und sich zu einem von Bewässerungskanälen durchzogenen Reisfeld-Mosaik entwickelte. Ihr Wasser stammt aus mehreren „ullals“ – karstigen Quellen, die aus den Grundwasserleitern der Sierra de Mostalla und der Sierra de Segària hervortreten – und speist die Flüsse Bullent und Racons. Diese wiederum unterhalten eines der bedeutendsten Feuchtgebiete für Vögel in der gesamten Comunitat Valenciana: Reiher, Blässhühner und Haubentaucher gehören hier fast das ganze Jahr über zum vertrauten Bild. Vom Aussichtspunkt Muntanyeta Verda, einem nur 49 Meter hohen Hügel mitten im Naturpark, blickt man gleichzeitig auf das Meer, den Montgó und das Reisfeld-Mosaik – der Zugang wird allerdings zeitweise eingeschränkt, wenn Schutzprogramme für Greifvögel es erfordern.

Reis bestimmt die Küche von Pego, allen voran der Arròs en Costra mit seiner dünnen, goldenen Kruste aus dem Ofen, daneben all i pebre de anguila und die für die Marjal typischen Enten- und Aalpaellas. Am letzten Juniwochenende übernehmen die Moros y Cristianos mit dreizehn Filaes, aufgeteilt auf die christliche und die maurische Seite, die Straßen. Für alle, die das Hinterland der Marina Alta an einem Stück erkunden, lässt sich Pego gut mit dem benachbarten Jalón kombinieren, während der 729 Meter hohe Xillibre als höchste Erhebung des Gemeindegebiets das Bergpanorama rund um die Senke von Pego bestimmt. Der Reisanbau in der Marjal erreichte 1945 mit über 900 Hektar seine historische Höchstmarke; heute stützt sich die Wirtschaft der rund 10.800 Einwohner zählenden Gemeinde neben dem Reis auch auf Zitrusfrüchte aus Bewässerungslandbau.

🚆 Anfahrt von Alicante

Pego liegt im Hinterland der Marina Alta, nahe der Grenze zur Comarca La Safor, gut eine Autostunde von Alicante entfernt. Am direktesten geht es über die Autobahn AP-7 bis zur Ausfahrt Ondara und von dort auf der Landstraße weiter ins Landesinnere; wer die Maut umgehen möchte, wählt stattdessen die N-332 mit ihren lokalen Abzweigungen. Einen Bahnhof gibt es im Ort nicht, und auch die Überlandbusse aus Alicante verkehren nur eingeschränkt, meist mit Umstieg in Denia oder Ondara. Das Auto bleibt deshalb die praktischste Wahl – sowohl für die Anreise als auch, um anschließend den Naturpark zu erkunden.

Häufige Fragen

Was gibt es in der Marjal de Pego-Oliva zu sehen?

Reisfelder und Bewässerungskanäle, gespeist von natürlichen Quellen, dazu Beobachtungsplätze für Vögel wie Reiher und Blässhühner sowie der Aussichtspunkt Muntanyeta Verda.

Was ist das typische Gericht von Pego?

Der Arròs en Costra, ein im Ofen mit dünner goldener Kruste gebackener Reis, gilt als das repräsentativste Gericht des Ortes.

Wann finden die Moros y Cristianos von Pego statt?

Sie werden am letzten Juniwochenende gefeiert, mit dreizehn Filaes, aufgeteilt auf die christliche und die maurische Seite.

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